Das Innere Kind

Wie an vielen Stellen auf meiner Website, beginne ich auch hier mit persönlichen Anmerkungen und Erfahrungen:
Als ich in meiner Rückführungsausbildung "erste Bekanntschaft" mit meinem Inneren Kind machte, war ich auf der einen Seite überrascht, auf der anderen Seite jedoch völlig überfordert. Ich konnte nämlich die starken Emotionen, die Bedeutung, die seelischen wie körperlichen Reaktionen nicht verstehen. So blieb das Innere Kind weiter in der "Versenkung". Es war ein Buch mit vielen Siegeln!
Auch ahnte ich damals nicht, dass es viele solcher so genannten Inneren Anteile gibt. Auch ahnte ich nicht wie sehr sie präsent und wie wichtig sie für uns, für den Menschen sind.
Was ich schon wusste, denn ich fühlte es ja, ich war wieder ein Stück vollständiger geworden. Unsere Ausbilder wiesen mit Nachdruck darauf hin, dass wir uns mit diesem, unserem Inneren Kind immer beschäftigen sollen, denn "es braucht das"!

Bevor ich mehr über das Innere Kind berichte,  folgt zuerst der Hinweis auf "meine Meditations-CD" zum Inneren Kind:
"Du und dein Inneres Kind: Heilmeditation mit dem Inneren Kind"

Diese CD bietet eine geführte Meditation die unter anderem eine Begegnung mit dem Inneren Kind ermöglicht, einen Austausch, Heilung der Verletzungen, sowie die Integration in unsere Energiekörper.  

Was ist es nun, das Innere Kind?

Die Arbeit mit dem Inneren Kind ist zwar mittlerweile bei vielen Therapeuten zur Standardtherapie geworden, ist jedoch in der Gesellschaft weiterhin recht unbekannt.

Das Innere Kind repräsentiert den Teil in uns, der durch früheste Prägungen entscheidende Gefühle, Verhaltensmuster und Wertvorstellungen aufnimmt.

Es ist damit die Schlüsselfigur unserer Gefühlswelt, der meisten ungelösten und unlösbar erscheinenden Lebensprobleme.
Das Annehmen des Inneren Kindes, seine Integration und das Umsorgen sind maßgebend dafür, ob wir risikofreudig oder eher passiv sind, ob wir zu verletzbaren oder robusten, liebesfähigen oder kargen Menschen werden.

Die Schönheit der Natur erkennen, den Spaß am Spiel haben, sich an Kleinigkeiten erfreuen können, ohne Grund lachen zu können und vieles mehr sind typische, positive oder sagen wir besser, angenehme Aspekte des Inneren Kindes.

In Partnerschaften, bzw. allen zwischenmenschlichen Beziehungen zeigt sich das Innere Kind sehr deutlich. Je inniger die Liebe zu sich selbst, zum Partner usw. ist, desto stärker drängen unverarbeitete Gefühle an die Oberfläche, die dann bearbeitet werden wollen.

Die Arbeit mit dem Inneren Kind hat zum Ziel, diese Gefühlsanteile wahrzunehmen, anzunehmen, zu integrieren und die schmerzhaften Erfahrungen zu transformieren.

Sind in der Kindheit traumatische Erlebnisse geschehen, können diese so schmerzvoll gewesen sein, dass wir sie mit unserer damaligen nützlichen Überlebensstrategie in den tiefsten Seelenkeller verbannt und verdrängt haben. Oft kommen diese verdrängten Ereignisse in uns nicht zur Ruhe und finden keinen wirklichen Frieden in uns. Diese abgespaltenen Anteile in uns fordern unsere Aufmerksamkeit und bedürfen der Aufklärung. Sie äußern sich oft darin, dass psychosomatische Erkrankungen auftreten.

Störungen im (fast immer unbewussten) Umgang mit dem Inneren Kind haben so immer Einfluss auf unser Leben, unser Wohlbefinden.

In den von mir gelesenen Werken die die Arbeit mit dem Inneren Kind beschreiben, erfährt man viel über das theoretische Vorhandenseins dieses Teils unseres Selbst, dem Inneren Kind. Es drückt meist nicht das aus, was ich, bzw. viele Klienten bei der Integration des Inneren Kindes erleben durften.

Ausnahmslos berichten alle Klienten, dass sie diesen Anteil unseres Selbst erleben, spüren und – wenn Klienten visualisieren können – auch sehen. Dann beschreiben Sie, wie das Innere Kind aussieht. Eine typische Beschreibung eines Inneren Kindes ist die folgende:

„Ich schaue in einen Raum und sehe in einer Ecke ein kleines zusammengekauertes Mädchen sitzen. Sie ist dünn, blaß und macht einen sehr traurigen Eindruck. Auf mein Fragen hin berichtet sie mir, dass sie so alleine ist, niemand kümmert sich um sie. Mit niemand meint sie in erster Linie mich, denn sie sagt, sie sei doch immer bei mir. Mich überrascht das sehr, denn ich habe das ja nicht gewusst. Nun erfahre ich mehr von ihr: Sie freut sich, wenn wir spielen, wenn wir uns freuen, auf Partys und Feiern sind, oder es uns einfach nur gut gehen lassen. Sie mag Eis und Süßigkeiten, besonders aber, wenn ich ihr Aufmerksamkeit schenke. Sie berichtet weiter, dass sie sehr darunter gelitten hat, wenn mit Strafe gedroht, oder sogar Schläge ausgeteilt wurden. Vieles mehr kann sie mir zu ihren körperlichen und seelischen Verletzungen berichten.“

Nun folgt der sicher wichtigste Schritt. Ich bitte nun das Innere Kind den Platz bei dem Klienten einzunehmen, den es gerne als sein Zuhause einnehmen möchte. Dabei erleben nahezu alle Klienten eine der außergewöhnlichsten Erfahrungen ihres Lebens. Das Innere Kind zieht in den Teil des Körpers den es bevorzugt (meist der Brustbereich). Dies hat oft einen erheblichen Raumforderungsprozess zur Folge der manchem regelrecht den Atem nimmt. Begleitet wird diese körperlich deutlich wahrnehmbare Empfindung von intensiven Emotionen, viele sind zu Tränen gerührt.

So kann ich abschließend sagen, dass ohne die Arbeit mit dem Inneren Kind eine Grundlage fehlt auf der wir Menschen aufbauen können, so wie niemand nach der Geburt sofort erwachsen ist, wird ein Mensch ohne ein geheiltes Inneres Kind nicht zu einem rundum lebensfrohen Menschen. 



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